Regionalliga Ost
1.
Ritzing
4
7
:
2
12

2.
Parndorf
5
13
:
6
10

3.
Waidhofen/Y.
5
10
:
6
10

4.
Austria (A)
5
9
:
6
10

5.
SVM (A)
5
12
:
8
9

6.
Horn
5
6
:
5
8

7.
Columbia
5
5
:
5
8

8.
Neusiedl
4
6
:
4
7

9.
Admira (A)
4
6
:
7
7

10.
Schwechat
5
6
:
8
6

11.
Rapid (A)
5
9
:
11
4

12.
Ostbahn
5
7
:
13
4

13.
WSK
4
5
:
7
3

14.
FAC TfW
4
4
:
9
3

15.
Sollenau
4
2
:
5
2

16.
Baumgarten
5
5
:
10
1

5. Runde

Aktuelle Umfrage

Wer von den 4 Ostligisten schafft es in die 3. Cuprunde?






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Themen

Die einen (SV Horn) wollen unbedingt den Titel, die anderen (SC Zwettl) unbedingt den Klassenerhalt. Das ist in einem Satz das Resümee aus der Winterübertrittszeit, die am 2. Februar 2010 um 0 Uhr 00 zu Ende ging und diesmal ganz auf das niederösterreichische Waldviertel fokussiert war…

Wirtschaftliche Probleme und eine ungewisse Zukunft – diese immer unüberhörbarer werdende Begleitmusik des österreichischen Fußballsports hat ihre Spuren über den Winter auch in den Mannschaftskadern der Ostligavereine hinterlassen.

Einzig der SV Horn dürfte die Gunst der Stunde nutzen wollen und lässt mit dem gewohnten Radikalumbau seines Teams, bei dem klingende Namen auf der Strecke blieben um durch andere klingende Namen ersetzt zu werden, zumindest erkennen, dass man es mit dem Ziel Aufstieg ernst meint. Ob es die Marko-Elf diesmal endlich schafft, schon ab der ersten Rückrunde die volle Leistung zu bringen, wird sich bereits in wenigen Wochen weisen.

Anders sieht’s bei den Spitzenteams der Liga aus: Herbstmeister FC Harreither geht mit nahezu unverändertem Kader ins Frühjahr. Das aus sportlicher Sicht naheliegende Thema Meistertitel ist im Ybbstal, wie es aussieht, kein Thema. Langzeitsponsor Harreither steigt im Sommer aus und wie es dann beim Ostligamethusalem aus Waidhofen überhaupt weitergeht, dürfte das eigentliche Thema sein.

Bei den beiden Verfolgern, den Bundesligaamateuren aus Hütteldorf und der Südstadt wurden Leistungsträger abgegeben, junge Spieler werden ihren Platz einnehmen. Im Titelkampf spielen die beiden Teams außer Konkurrenz mit, ein Aufstieg aufgrund der neuen Bundesligaregeln nicht mehr möglich.

Auch beim SC Neusiedl, einem der Überraschungsteams der Herbstrunde bleibt kadermäßig alles beim Alten. An den sportlich durchaus möglichen Aufstieg ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu denken, das könnte durchaus seine Auswirkungen auf die Frühjahrsleistungen haben.

Auch beim FAC erntet man auf die Frage nach Aufstiegsambitionen nur ein müdes Lächeln. entsprechend das Transfergeschehen. Es gibt zwar eine Menge Zu- und Abgänge, mehr als einen vorderen Mittelfeldplatz wird man sich in Floridsdorf damit aber wohl kaum erwarten.

Ein bisschen aus der Reihe tanzt der SC Ostbahn XI, verdankt dies aber vor allem dem Umstand, dass man bei der Vienna zwei junge Talente zumindest auf Zeit ausgemustert hat. Die Simmeringer haben bereits im Herbst weitaus mehr erreicht als erwartet und könnten dies im Frühjahr durchaus fortsetzen.

Einziger Aufstiegskonkurrent für den SV Horn dürfte der SC/ESV Parndorf sein. Nach schlechten Herbstleistungen hat man nach der letzten Runde schon bald von Trainer Mählich getrennt und diesen durch Simon Knöbl von der 1b ersetzt. Im Hintergrund dürfte allerdings nun Andreas Hackstock die Fäden ziehen und das allein sollte Garant dafür sein, dass wir im Frühjahr eine völlig andere Parndorf-Elf erleben werden, die das Ziel Bundesliga durchaus noch erreichen könnte.

Bei Wienerberg war bis zuletzt nicht klar, ob die Leistungsträger zum FC Magna abgezogen werden, oder nicht. Ende gut alles gut – Helly & Co. bleiben. Jedenfalls bis zur Sommerpause. Sonst gibt’s in Favoriten wenig Änderungen, der Abgang von Abwehrchef Lipa wird allerdings schmerzen.

In Baumgarten gab’s einen Paradigmenwechsel. Bewährte Leistungsträger gingen, ob der Ersatz ausreichend, am Ende gar besser ist, das ist die große Unbekannte. Im kleinen Dorf an der Grenze fühlt man sich aber stark genug für den Kampf um den Klassenerhalt.

Wenig Neues gibt’s von den Mattersburg Amateuren zu vermelden. Die Mannschaft wird im Frühjahr kaum anders aussehen als im Herbst, hier könnte es am Ende noch eng werden.

Beim Wiener Sportklub mussten sich neben dem glück- und erfolglosen Trainer auch einige Leistungsträger verabschieden. In Dornbach hofft man wohl in erster Linie, dass Trainer Johann Kleer aus dem vorhandenen Mannschaftspotential entscheidend mehr herausholt, als im Herbst erreicht wurde.

Beim SV Gaflenz, der das Schlusskleeblatt anführt, gab’s keine großartigen Änderungen. Ein im Herbst enttäuschender Legionär wurde gegen einen Kollegen ausgewechselt, von dem man sich nun mehr erwartet. Ansonsten setzt man weiterhin auf die bewährten Kräfte und geht den schweren Kampf um den Klassenerhalt – vielleicht nicht die schlechteste Taktik – wohl ziemlich entspannt an.

Bei der SV Schwechat, als Drittletzter schon ordentlich abgeschlagen, hat man mit Heimkehrer Niefergall einen Topspieler geholt und erhofft sich auch vom Darazs-Comeback entscheidende Impulse. Zumindest knapp wird es für die Schwechater in jedem Fall werden, aber das ist man in der Braustadt ja gewohnt.

Der SC Zwettl, eigentlich fast aussichtslos abgehängt, will es im Frühjahr noch einmal wissen. Nicht weniger als sieben Spieler wurden geholt, fast alle durchwegs gute Ostligaspieler, etliche mit Potential nach oben. Die spielerische Qualität des Teams steigt dadurch stark, ob sich dies in Punkten, vor allem in genug Punkten, niederschlägt – das wird sich weisen.

In Würmla ist man realistisch und denkt bereits an die NÖ Landesliga. Dass man die Mannschaft, wie es aussieht, trotzdem ordentlich verstärkt hat zielt darauf ab, sich nach dem so gut wie sicher scheinenden Abstieg eine Liga weiter unten möglichst rasch als Spitzenteam zu etablieren. Dass man vom Wunder Klassenerhalt träumt, wird man von den Realisten im Tullnerfeld zwar nicht zu hören bekommen – es darf aber dennoch als gegeben angenommen werden…

5. Februar 2010